Phönix aus der Asche – Eine Einführung in die vierte politische Theorie

Phönix aus der Asche

Die Welt der Kulturen und Völker befindet sich in Trümmern und die Lage erscheint aussichtslos:
Wir sehen eine Welt, welche von einem sich immer weiter ausdehnenden „Westen“ mit den Vereinigten Staaten von Amerika im Zentrum und einer zunehmenden Apolarität gezeichnet ist. Universalistische „Werte“ mit solch obskuren Namen wie „Menschenrechte“ werden der ganzen Welt durch die USA und den von ihnen abhängigen / kontrollierten Organisationen und Staaten – darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, deren Pantoffel längst den Boden unter dem Tisch der Amerikaner zieren – aufgedrückt. Ganze Völker werden durch den us-amerikanischen Imperialismus ihrer Souveränität beraubt, auf mehr (Afghanistan, Irak, …) oder weniger offensichtliche (EU, „Arabischer Frühling“, …) Art und Weise.

Doch es ist Rettung in Sicht: In neu-rechten & traditionalistischen Kreisen kam unlängst mit dem Werk „The Fourth Political Theory“ von Alexander Dugin, welches weltweit reißenden Absatz findet (eine deutsche Übersetzung ist in Planung), die Hoffnung auf eine vierte politische Theorie (im Nachfolgenden: 4PT) auf, welche diesen Zustand aufbrechen könnte.
Dieser Artikel soll den Einstieg in die Gedankenwelt Dugins erleichtern und den Leser ermutigen weiterzudenken und aktiv an der Ausgestaltung dieser Theorie mitzuarbeiten.

Zunächst stellt sich die Frage: Wer oder was ist für diese Katastrophe, die uns tagtäglich in Form von Kulturverfall, Kinderlosigkeit und Überfremdung vor Augen geführt wird, verantwortlich? Wer darüber eine Weile nachdenkt, wird schnell zu dem schluss kommen, dass der Feldzug gegen die Identität vom Liberalismus geführt wird. Die Feindbestimmung ist abgeschlossen, die Stoßrichtung klar:
Liberalismus2_1

Die vierte politische Theorie muss zwingend anti-liberal auftreten. Die bestehenden anti-liberalen Theorien (Kommunismus, Sozalismus, Faschismus) sind jedoch in ihrer jetzigen Form unbrauchbar. Sie scheiterten aus verschiedenen Gründen kläglich beim Versuch den Liberalismus zu stürzen und sind daher nicht länger von Relevanz. Statt dessen muss eine tiefgreifende Revision dieser geschehen; ihre positiven Aspekte müssen erkannt und nutzbar gemacht werden:
Sie alle waren sowohl anti-kapitalistisch, als auch anti-kosmopolitisch und anti-individualistisch geprägt.

Die Ausnahme bildet hier der kommunistische Doktrin, weshalb dieser hier außen vor gelassen werden soll: Er war von Materialismus und einem geradezu albernen Atheismus durchzogen und hatte zudem modernistische und kosmopolitische Auswüchse.

Ganz im Gegenteil sind Aspekte des Sozialismus wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit und eine generell holistische Einstellung zur Gesellschaft an sich gut.

Inakzeptable Elemente lassen sich jedoch nicht nur im Kommunismus, der zweiten politischen Theorie finden, sondern auch den meisten der Spielarten des Faschismus, der dritten politischen Theorie: Dort wären zunächst einmal der Rassismus gepaart mit pauschaler Fremdenfeindlichkeit und Chauvinismus. Ein Liberaler würde diese Aspekte mit der Begründung, dass alle Menschen gleich seien von vornherein aussortieren.
Wir wollen hier jedoch anders herangehen: Völker sind verschieden (eine Selbstverständlichkeit, welche die Liberalen bis heute nicht anerkennen wollen); das liegt in der Natur der Dinge: Wir haben teilweise gemeinsame Ursprünge, doch haben wir uns über Tausende von Jahren hinweg in unterschiedliche Richtungen entwickelt und so eine unendliche Vielfalt geschaffen, welche aus ethnopluralistischer Sicht den wahren Reichtum der Menschheit ausmacht.
Es gibt jedoch keine allgemeingültige Skala, an der der Völker Wertigkeit festgestellt werden kann: Ein Russe würde sein Volk immer an oberste Stelle stellen; genauso wie ein Türke oder ein Chilene.

Die Anhänger der 4PT erkennen die Verschiedenheit der Völker an und heißen sie gut, jedoch schätzen sie jedes Volk gleichermaßen frei von chauvinistischer Selbstüberhöhung.

Wenn wir also den Sozialismus von seinen materialistischen und modernistischen Merkmalen trennen und die chauvinistischen Elemente des Faschismus ablehnen, so erhalten wir eine gänzlich neue Art von politischer Idee. Der Beginn der Ausarbeitung der 4PT beginnt hier, am Schnittpunkt der verschiedenen anti-liberalen politischen Theorien – Das Ergebnis dieser Addition wäre der bereits existente Nationalbolschewismus, welcher den Sozialismus ohne Materialismus und Modernismus und den Faschismus ohne engstirnige chauvinistische Inhalte verkörpert.

Das ist jedoch lediglich der erste Schritt: Das mechanische Zusammenführen anderer politischer Ideen führt nicht zum Endprodukt, es ist nur eine grobe Einschätzung, eine vorbereitende Annäherung.

Ein weiterer Schritt könnte der Appell an Tradition und andere prä-moderne Inspirationsquellen, wie z.B. das platonische Staatsideal oder die mittelalterlich hierarchische Gesellschaft und die theologischen Visionen von normativ sozialen und politischen Systemen (christlich, muslimisch, buddhistisch, jüdisch, …), sein. Der Rückgriff auf diese prä-modernen Quellen wären ein immenser Schritt zur Weiterentwicklung der nationalbolschewistischen Synthese. Doch auch eine andere Entwicklung wäre denkbar.
Der neue Name „Die vierte politische Theorie“ ist daher treffend: Er sagt mehr, was nicht dahintersteht als das, was tatsächlich dahintersteht, wodurch sie einladend und nicht dogmatisch wirkt.
Es bietet sich eine interessante, neuartige Grundlage für eine bewusste Kooperation sogenannter Linken als auch sogenannter Rechten. Hinzu kommen weitere anti-moderne Aktivitas wie die Religionen. Um dies zu ermöglichen müssten jedoch zuvor interne Streitigkeiten beigelegt werden (Religions- /Konfessionskriege, Antifaschismus, …).

Im Französischen gibt es den Spruch: “la droite des valeur et la gauche du travail“ (Alain Soral). Auf Italienisch lautet er: “La Destra sociale e la Sinistra identitaria“. Auf Deutsch könnte dieser in etwa „Die soziale Rechte und die nationale Linke“ lauten; wie genau wird die Zeit zeigen.
Soziale Gerechtigkeit, nationale Souveränität und traditionelle Werte bilden die Grundlage unserer Theorie. Es wird nicht leicht sein all dies zusammenzuführen, doch wir sollten den Versuch wagen, denn der Liberalismus besiegt sich nicht von alleine.

Wohl an, lasst den Phönix aus der Asche emporsteigen, welche der Liberalismus uns hinterlassen hat!

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4 Kommentare zu “Phönix aus der Asche – Eine Einführung in die vierte politische Theorie

  1. Furchtbar! Ihr seid ja voll die Grünen-Wähler…

    Mit ein bißchen Bildung müßte man eigentlich wissen, daß, was einem US-Amerikaner als „liberal“ gilt, in Deutschland die SPD ist, da die Amerikaner (zu recht!) sozialistischen Bewegungen so viel Skepsis entgegenbringen, das eine Partei mit dem Wort „sozial“ kommt, sich gleich selbst anzünden kann.

    Im deutschen Zusammenhang – was ihr als angebliche Hüter des deutschen Volkes wenigstens wissen solltet, ihr gelb-lackierten Wassermelonen – hat „liberal“ sich seine Ursprüngliche Bedeutung erhalten. Hier ist die FDP liberal – im Amerikanischen wäre sie „Libertarian“.

    Ferner erkennt ihr gelb-lackierten Wassermelonen noch immer nicht, was die eigentliche Stärke des deutschen Volkes ist – wahrscheinlich seid ihr Loser, so wie die Grünen. Ihr solltet lieber mal „Wohlstand für alle“ lesen als irgendwelche amerikanische Literatur, für die euch schon das kulturelle Verständis fehlt, sie angemessen zu interpretieren.

    Ich hab das schon ne Weile beobachtet aber jetzt steht es fest: Die Identitären sind als Volksbewegung unbrauchbar und ja, stehen eher in der Tradition solcher Sozis wie Scheiß-Adi als in der deutscher Helden wie etwa Stauffenberg. Somit seid ihr höchstens eine Verschwendung von Atemluft.

  2. Wifmans Kritik äußert keine vernünftige Argumente, weil er den Hauptpunkt, die Kernaussage des Artikels vollkommen ignoriert, nämlich, daß Kulturverfall, Kinderlosigkeit und Überfremdung als Folge des Liberalismus gesehen wird, ganz egal ob wirtschaftsliberal wie die FDP oder sozial-liberal wie die SPD.

    Und das die drei bisherigen anti-liberalen Richtungen heute unbrauchbar sind, und ein vierter Weg gegangen werden muss, der hier skizziert wird.

    Dennoch, auf solche Kritik solltet Ihr aber dann doch antworten, auch wenn Wifmann seine Äußerungen nur teilweise als sachliche Kritik daherbringt.

    Andere Leser könnten sich von seiner Negativ-Kritik ja beeinflussen lassen, und daher will ich seine Behauptungen doch einmal richtigstellen.

    1. Selbst wenn Wifman Recht hätte, was soll denn an der FDP so toll sein, dass es einen Unterschied macht, ob Du von einer wirtschaftsliberalen Partei wie der FDP oder einer sozial-liberalen Partei wie der SPD sprichst ???

    2. Wifmann hat meiner bescheidenen Meinung nach NICHT richtig gelegen.

    Die Wikipedia ist ja eine US-amerikanische Seite, die follgende Einstufung anbietet :

    The Free Democratic Party (German: Freie Demokratische Partei), abbreviated to FDP, is a classical liberal political party in Germany.

    Ideology Liberalism /Classical liberalism
    Political position Centre-right

    http://en.wikipedia.org/wiki/Freie_Demokratische_Partei

    Da steht NICHTS von “Libertarian”
    Und :
    The Social Democratic Party of Germany (German: Sozialdemokratische Partei Deutschlands, SPD) is a social-democratic[3][2] political party in Germany.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Social_Democratic_Party_of_Germany

    Da steht nichts von „liberal“ !

    Und so arbeitet man halbwegs wissenschaftlich, indem man seine Behauptungen mit Beweisen oder wenigstens Indizien belegt, was Wifman wissen sollte,wenn er denn selber ein bisschen vernünftige Bildung hätte.

    Aber Einbildung ist auch ne Bildung“ nicht wahr wifman ???
    😉

    Eine einheitliche Bedeutung hat der Begriff des „Libertarismus“ nicht. Während im englischen Sprachraum unter libertarianism oft schlicht Wirtschaftsliberalismus verstanden wird, wird die deutsche Bezeichnung „libertär“ herkömmlicherweise für anarchistische und gildensozialistische Positionen gebraucht.

    Die erste politische Verwendung des Ausdrucks „libertär“ stammt von dem Anarchisten Joseph Déjacque, der den französischen Ausdruck libertaire 1857 in einem Brief an Pierre-Joseph Proudhon benutzte.[6]
    Ins Französische hielt die amerikanische Neudeutung als libertarianisme einen eigenen, von libertaire abgegrenzten Begriff. Auch im Deutschen findet sich mit Libertarianismus ein Lehnwort zum amerikanischen Libertarianism. Erschaffen als ein Antonym zu Autoritarismus wurde der Name von diversen unterschiedlichen politischen Bewegungen gebraucht.
    Seit Mitte der 1950er Jahre wurde der Begriff insbesondere in den Vereinigten Staaten von Eigentumsverfechtern benutzt, welche sich überwiegend als Rechtslibertäre sehen, und einem Bedeutungswandel unterzogen.[7] Der amerikanische Sprachwissenschaftler und Anarchist Noam Chomsky bezeichnete sich zur Abgrenzung deshalb wiederholt als libertarian socialist, wobei er den Bedeutungswandel des Begriffs libertarian kritisiert

    http://de.wikipedia.org/wiki/Libertarismus

    Andererseits findet man in der englischen Wiki auch den Satz :

    „classical liberalism has largely been renamed libertarianism“
    http://en.wikipedia.org/wiki/Libertarianism

    Also gar nicht so einfach da durchzublicken, wenn man nicht selber US-Amerikaner ist, und das sind wir nunmal nicht ! 🙂

    ABER davon vollkommen unabhänig, wie bereits oben erwähnt, geht seine Kritik vollkommen in die falsche Richtung, und er rät uns allen Ernstes dazu „Wohlstand für alle“ von Ludwig Erhardt zu lesen ?

    Ein Wirtschaftsliberales Buch als Antwort auf Liberalismus-Kritik ?

    Wie dumm ist denn das bitte wifman ??

    • Danke für deinen Kommentar!

      So ähnlich sah unsere erste Antwort (die auf wundersame Weise verschwunden ist) auch aus.

      Das einzige, was ich noch ergänzen möchte ist, dass es sich bei The Fourth Political Theory nicht um us-amerikanische, sondern um russische Literatur handelt, weshalb seine gesamte Kritik sowieso ziemlich unsinnig erscheint.

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