Wohin mit den Konservativen?

Diese Frage stellt sich auch Frau Merkel sowie die etablierten, linksliberalen Medien und Blockparteien als auch die politisch Konservativen selbst. Für die Bundeskanzlerin ist ihr Weg eindeutig: Sie degradiert diejenigen, welche ihr gefährlich werden könnten. Für die Medien und die anderen Parteien gibt es das bewährte Mittel der Nazi-Keule, welche jeden Konservativen zum Schweigen bringt. Die Konservativen selbst suchen nach neuen Mitteln und Wegen, um aus ihrer Misere herauszukommen.

Die Christlich Demokratische Union (CDU) kann sich heute kaum noch mit den Attributen konservativ oder christlich schmücken. Die Partei hat sich in den letzten Jahren völlig von ihren einstigen Grundsätzen entfernt und sich dem linksliberalem Medienstrom angeschlossen, um weiterhin als „die Volkspartei“ zu gelten. Das Profil der CDU wurde vollkommen geschleift; die Wähler werden jetzt bei Bürgergruppen gesucht, die vorher wahrlich nicht ihre Zielgruppe gewesen ist. Durch diese vollkommene Unterwerfung und die Aufnahme aller linksliberalen Themen in das vermeintlich konservative Programm kommt die Union zu ihren Erfolgen; oder besser: Frau Merkel kommt zu ihren Erfolgen. Denn die Mutter der Nation ist nicht nur Bundeskanzlerin und Parteichefin, nein, sie ist die Partei. Alle Kontrahenten wurden über kurz oder lang systematisch ausgeschaltet, sodass am Ende nur Angela Merkel in vollem Glanze über allem stehen konnte. Erkenntlich wird diese These auch durch den fortschreitenden Verlust von regierten Bundesländern. Durch Aufgabe ihrer Werte und Programmpunkte verliert die CDU ihre Stammwähler und alle anderen ebenso, doch Frau Merkel bleibt populär, da sie alle Parteiprogramme in sich vereint.

Der Widerstand der Parteibasis besteht, aber das Ausmaß ist wirklich lächerlich. Am Ende sind alle froh, wenn die Macht in den Händen der CDU bleibt. Es hat sich zwar ein Verein gegründet, welcher sich „Aktion Linkstrend stoppen“ nennt; dieser stellt vor allem konservative, ab und an nationale sowie rechte Beiträge auf seine Pinnwand im sozialen Netzwerk „Facebook“. Das Ziel dieser Vereinigung ist es, die CDU wieder zu ihren Grundsätzen zurückzuführen. Dass diese Vision ziemlich illusionistisch ist, brauch man eigentlich nicht zu erwähnen – man sieht ja den krassen Kurs der Union in den letzten Jahren. Andere Konservative werfen einfach das Handtuch und treten konsequent aus der Union aus, um es entweder ganz sein zu lassen oder sich in einer anderen Partei wieder zu finden. Das Auffangbecken für enttäuschte Konservative wurde vor allem durch folgende Parteien gebildet: Die Republikaner, Freie Wähler, Pro Deutschland und Die Freiheit. Seit neuestem gibt es die eurokritische Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD); enttäuschte CDU-Politiker, konservative Journalisten und Wirtschaftsexperten haben in ihr eine neue Heimat gefunden. Ihr Ziel: Raus aus dem Euro und am besten gleich auch aus der EU. In Zeiten der Wirtschaftskrise ein Thema, mit welchem man erfolgreich punkten kann.

Doch was ist mit der Jugend? Als konservativer Jugendlicher wird man heute nicht gerade als „hip und trendy“ angesehen, sondern vielmehr als altmodisch. Zudem bildet die Junge Union – die Jugendbewegung der CDU – nicht gerade die beste politische Basis für einen. Die Erfahrung zeigt, dass schon in dieser Vereinigung mehr wert auf gute Kontakte zu irgendwelchen Lobbyisten gelegt wird als auf politische Themen. Ein Kaffeekränzchen mit der Jungen Union ist natürlich eine nette Sache, aber wenn man sich nur über die neusten Sportwagen und das Wetter unterhält, geht es ein wenig am eigentlichen Sinn der Bewegung vorbei. Da scheinen oft radikale Bewegungen wie Antifa und Nationaler Widerstand attraktiver zu sein. Doch nun gibt es seit Oktober letzten Jahres die Identitäre Bewegung, welche einerseits das Links-Rechts-Schema durchbrechen will, um eine völlig neue Bewegung darzustellen; andererseits ist sie die erste Bewegung für freiheitlich und konservativ eigestellte Jugendliche. Ihr Erfolg bleibt abzuwarten.

Sowohl die AfD als auch die IB sehen sich jedoch der allzeit niederprasselnden Nazi-Keule gegenüber, welche jede Woche aufs Neue von den selbsternannten Gutmenschen und Moralaposteln geschwungen wird, um jegliche Kritik bereits im Keim zu ersticken. Für beide heißt es jetzt: Standhaft bleiben, die Gemüter bewegen und den Geist der Zeit verändern. Nur so kann es wieder eine richtige Demokratie geben, in welcher jede Meinung ihr Sprachrohr findet.

 

 

 

 

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3 Kommentare zu “Wohin mit den Konservativen?

  1. Die Konservativen befinden sich schon per Definition im ewigen “Rückzugsgefecht”. Für die Demut, die mit dem Bewahren einhergeht ist es zu spät, es ist keine angemessene Reaktion auf die Herausforderungen unserer Zeit. Für die Reconquista bedarf es eines anderen Typus, eines selbstebwussteren Auftretens. Revolutionen werden von jungen Männern geführt die Teil eines Verteilungskampfes sind. Aus der saturierten Bürgerlichkeit kommen dies Männer nicht, solche Jungkonservative können nur einen Beitrag leisten aber nicht führen.
    Die nötige Temperaturerhöhung entsteht da wo die nackte Existens bedroht ist, in den gekippten Städten, Stadtteilen und Schulen, sprich an den Bruchlinien unsere Gesellschaft und nicht etwa in den Dörfern, Vorstädten und sonntäglichen Gottesdiensten.

  2. Pingback: Wohin mit den Konservativen? | identitärer Block

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