Europa ist gefallen – Kritik der Mutikultithese:

Bereits jetzt können wir die sogenannte „multikulturelle Gesellschaft“ als Modell für die Zukunft Europas ausschließen, in diesem Text zeige ich warum:

Die Vertreter von Multikulti nicht nur als erwünschtes, sondern auch als wahrscheinlichstes Zukunftsmodell, gehen davon aus, dass Europa sich in Richtung USA entwickeln würde. Grundlage ihres Gedankenmodells ist der kulturelle Individualismus. In ihrer Vorstellung gibt also es ausschließlich atomisierte Individuen, die aus den verschiedensten Kulturen kommen würden, und sich ganz unabhängig von dieser Kultur miteinander verbinden, zusammenarbeiten oder eine Familie gründen würden. Radikale Multikultianhänger gehen davon aus, dass es etwa keinen Grund zu der Annahme gäbe, muslimische Frauen würden sich wahrscheinlicher einen muslimischen Mann als einen Nichtmuslimischen suchen, denn es gäbe ja nur Individuen und Gruppenkultur spiele keine relevante Rolle. Eine solche radikale Formulierung der multikulturellen These ist natürlich angesichts der faktischen Abläufe völlig unhaltbar. In einer für die Einwanderer großteils immer noch fremden Gesellschaft, suchen sich junge Menschen selbstverständlich Partner, mit denen sie etwas gemeinsam haben, in der Regel kulturelle Eigenschaften, wie das Herkunftsland, die Muttersprache oder natürlich die Religion. Dies ist ein Phänomen, das wir überall auf der Welt und zu allen Zeiten beobachten können.

Eine gemäßigtere Form des Multikulturalismus erkennt die faktische Existenz von kulturellen Gruppen an, weißt ihr aber nur eine geringe Bedeutung zu. Ja Ehen und Partnerschaften innerhalb dieser Gruppen seien wahrscheinlicher, auf lange Sicht würden aber Faktoren wie Religion, Heimatland usw. an Bedeutung verlieren.

Gemäßigte und radikale Multikultis gehen davon aus, dass das Zusammenleben der verschiedensten Kulturen auf jeden Fall friedlich verlaufen würde. Die Gesellschaft als Ganzes stelle ein integrierendes Moment da, zu dem sich alle bekennen würden. Alle würden nach ihren eigenen Werten und Sitten leben, ihre eigene Sprache sprechen, ihre eigene Kultur und Identität verkörpern können und dennoch würde es einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt geben. Gleichzeitig geben sich die Multikultis überzeugt, dass ihre Prognose der Gesellschaft auf jeden Fall, verursacht durch demographischen Druck, eintreten müsse und werde. Und mit dieser Feststellung haben die Multikultis sogar teilweise recht. Die verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen werden zahlenmäßig so stark werden ( wenn sie es noch nicht sind), dass sie keinen Grund zu einer sogenannten Integration, oder gar einer Assimilation haben werden, ja eine solche überhaupt nicht mehr möglich ist (wenn sie es überhaupt jemals war). Die demographische Analyse der Multikultis ist also eine absolut zutreffende, ihre Zukunftsprognose allerdings aus mehreren Gründen zu kritisieren:

  1. Die zu erwartende Segregation der verschiedenen Ethnien wird außer Acht gelassen:

    Segregation ist ein Phänomen, dass wir bereits aus den USA kennen. Chinatown, Greektown etc. die Konzentration von ethnischen Gruppen in gewissen Räumen also. Auch dies ist nur logisch. Denn besonders in einer Gesellschaft in der unzählige Kulturen aufeinanderprallen suchen Menschen die Nähe von Vertrautem und Bekanntem, die Nähe ihrer Landsleute und ihrer eigenen Kultur. Stadtviertel mit hohem Ausländeranteil werden von der autochthonen Bevölkerung zunehmend verlassen, umgekehrt wollen viele Immigrantengruppen nicht in denselben Vierteln wie ihre alten ethnischen Rivalen leben (Kurden und Türken, oder Inder und Pakistani etwa). Es kommt also zu einer Aufteilung der Großstädte in weitgehend homogene Viertel. Die typische europäische Großstadt wird in Zukunft wohl aus ein paar weitgehend muslimischen Vierteln, einigen Vierteln sonstiger Einwanderer, ein paar gemischten Gebieten und aus einem Viertel für vermutlich überwiegend reiche, autochthone Europäer bestehen. Ein gutes Beispiel für eine solche Aufteilung liefert uns die US-Amerikanische Stadt Detroit. Detroit besaß einmal über 2 Millionen Einwohner, die fast ausschließlich weiß waren. Nach einer Immigrationswelle von Schwarzen (die etwa um 1910 begann), zogen die Weißen jedoch allesamt in die Vorstädte (Suburbs). Detroit selbst hat heute nur noch 750 000 Einwohner, ist zu 80% schwarz, zu 12% hispanisch und nur noch zu 8% weiß. Eine ähnliche Entwicklung wie in Detroit ist auch in Wien, Paris oder Berlin zu erwarten.

    Diese Segregation aber widerspricht bereits dem Grundkonzept von Multikulti indem ja jeder irgendwo leben werde. Zudem sind (kleine) geschlossene Siedlungsräume die erste Voraussetzung für lokalen Autonomie ( das Verscheuchen der Polizei etwa) und für möglicherweise bevorstehende Konflikte zwischen den verschiedenen Ethnien.

  2. Der Integrationsfaktor „Staat“ wird massiv überschätzt:

    Tatsächlich gehen Multikultis davon aus, dass der Staat auch bei einer ethnisch und religiös völlig heterogenen Gesellschaft weiter funktionieren werde. Ein Blick auf die Geschichte zeigt uns aber, dass ein funktionierender Staat immer eine weitgehend homogene Gesellschaft als Grundlage haben muss. Ja je homogener eine Gesellschaft, desto stabiler der Staat. Grundsätzliche Werte müssen in einer Gesellschaft anerkannt werden, sonst funktioniert das Zusammenleben nicht. Zwar muss die Bevölkerung nicht unbedingt ethnisch homogen sein (Im Sinne eines Nationalstaates) aber zumindest eine grundlegende gemeinsame Religion wird als Integrationsfaktor benötigt (So wie etwa das Christentum die verschiedenen ethnischen Gruppen der USA integriert.).

    Einen solchen gemeinsame Integrationsfaktor sehen die Multikultis in ihrer aufgeklärten Gesellschaft, Laizismus, Gleichberechtigung von Mann und Frau und in den Menschenrechten. Bei diesen Werten handelt es sich jedoch um westliche Werte, die vor allem von den Muslimen kaum geteilt, wenn nicht sogar offen abgelehnt werden. Das muslimische Gesellschaftsmodell ist ein klarer Gegensatz zum westlichen. Ein multikulturelle Gesellschaft auf Basis gemeinsamer Werte ist bei einer wachsenden Anzahl von Muslimen nicht möglich. Der jetzige europäische Nationalstaat würde also bei einer weiteren demographischen Verschiebung (die als sicher anzunehmen ist) nicht länger funktionieren, möglicherweise sogar völlig in sich zusammenbrechen.

  1. Die zu erwartende Verschärfung ethnischer Konflikte durch den wirtschaftlichen Niedergang Europas wird außer Acht gelassen:

    Dass die fetten Jahre für uns Europäer vorbei sind wissen wir schon seit längerem. Die 68er Generation hat uns für unsere Zukunft einen absoluten Scherbenhaufen hinterlassen. Die europäischen Staaten sind hoffnungslos verschuldet. Eine weitere Begünstigung der Wirtschaftsentwicklung durch teure Konjunkturpakete ist für uns also keine Option mehr. Stattdessen werden wir jahrzehntelang sparen und streng haushalten müssen, was die wirtschaftliche Entwicklung zweifellos beeinträchtigen wird.

    Eine weitere katastrophale Erblast für Europas Zukunft ist unsere völlig überalterte Gesellschaft. Niemand weiß wie wir wenigen Jungen unsere zahlreichen Eltern und Großeltern einmal über Wasser halten sollen, wenn diese erst einmal in Pension gegangen sind. Da wir unsere Eltern aber auch nicht einfach verhungern lassen können, wird Europas Wirtschaftskraft durch die geringe Zahl der arbeitsfähigen Menschen, die gleichzeitig eine große Zahl von nicht arbeitsfähigen Menschen miternähren müssen, massiv geschwächt werden. Die drohende demographische Katastrophe wird den heutigen Sozialstaat zweifellos zerstören, denn nur noch wenig Geld wird für andere Sachen als die Pensionen zur Verfügung stehen.

    Ein demographischer Faktor, der die wirtschaftliche Entwicklung Europas weiter beeinträchtigen wird sind die Immigranten. Besonders die muslimischen Immigranten sind zu großen Teilen nicht in den Arbeitsmarkt integrierbar. Die globalisierte Wirtschaft verlangt Spitzenkräfte und perfekt ausgebildete Spezialisten. Für einfache „Handarbeiter“ wird es in Zukunft nur noch wenige Stellen geben. Muslimische und afrikanische Immigranten (und ihre Kinder) sind jedoch überwiegend schlecht ausgebildet, und großteils nicht im Besitz der Fähigkeiten, die unsere Wirtschaft benötigen würde. Schon jetzt klagen viele Firmen darüber, dass man viele junge Leute einfach nicht einstellen könne, dass diese unvermittelbar seien. Dies trifft natürlich besonders auf Nichteuropäer zu.

    Diese werden also in Zukunft noch stärker als jetzt vom Sozialstaat leben und diesen damit weiter belasten. In Zukunft wird es in unseren Städten ganze Viertel von schlecht ausgebildeten, nicht vermittelbaren und überwiegend jungen Muslimen geben.

    Diese werden den Sozialstaat weiter belasten und weit über die Grenzen seiner Möglichkeiten bringen. Grob und vereinfacht gesprochen könnte man die zukünftige Bevölkerung Europas in 3 Gruppen aufteilen. 1. Überwiegend gut ausgebildete autochthone Europäer zwischen 20 und 60, die am Land, in den Gebieten um die Großstädte herum, oder in den Reichenvierteln der Städte leben. Diese „jungen“ autochthonen Europäer werden einen hohen Bildungsstand aufweisen und für den Großteil der erarbeiteten Wirtschaftsleistung verantwortlich sein.

    Die 2. Gruppe stellen die alten autochthonen Europäer da. Diese werden vor allem in Altersheimen oder in ihren alten Häusern leben und finanziell von den „jungen“ autochthonen Europäern abhängig sein.

    Die 3. Gruppe stellen die Nichteuropäer. Diese werden vor allem im urbanen Raum leben, überwiegend jung sein (viel jünger als selbst die „jungen“ autochthonen Europäer) und sie werden zu weiten Teilen nur schlecht oder gar nicht ausgebildet sein, entweder nur sehr einfache handwerkliche Tätigkeiten verrichten oder gar vom Sozialstaat leben. Insgesamt wird diese Gruppe genauso wie die alten Europäer auf Transferleistungen der „jungen“ autochthonen Europäer angewiesen sein. Schon heute leben Migranten aus Afrika und dem Morgenland großteils von Transferleistungen des Sozialstaats. Diese Leistungen werden aber auf Dauer kaum aufrechtzuerhalten sein. Zu wenige „junge“ autochthone Europäer werden viel zu viele alte Europäer und arbeitslose Nichteuropäer erhalten müssen. Die Zahlungen werden sich immer weiter reduzieren, und somit zu sozialem Elend in den Städten führen. Dieser Konflikt aber: Die Forderung der Nichteuropäer nach mehr Geld und das Geld behalten wollen, oder nicht mehr Geld haben der „jungen“ autochthonen Europäer , wird ohne jeden Zweifel die bestehenden ethnischen Konflikte außerordentlich verschärfen.

    Was geschieht, wenn der Sozialstaat aufgrund schlechter Wirtschaftslage einsparen muss, konnten wir im Sommer 2011 in Großbritannien erleben. Sogenannte „Jugendunruhen“ (ein Schönungswort der Medien, die „Ausländerunruhen“ nicht gerne aussprechen) lösten zuerst in London, dann in allen größeren Städten Englands bürgerkriegsähnliche Zustände aus. Geschäfte wurden geplündert, Häuser angezündet. Szenen wie jene vom Sommer 2011, werden im 21. Jhd. in allen westeuropäischen Großstädten immer häufiger erlebt werden müssen.

Aus all diesen Gründen können wir eine funktionierende multikulturelle Gesellschaft, wie sie sich heute wohl nur noch einzelne Utopisten und Träumer vorstellen, als wahrscheinliches Zukunftsmodell ausschließen. Die Gesellschaft der Zukunft wird zwar möglicherweise multikulturell sein (im Sinne von vielen Kulturen in einem vorherigen Nationalstaat), sie wird aber weder funktionieren noch friedlich sein.

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